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Zahnersatz

Der Verlust eines Zahns oder mehrerer Zähne sollte aus funktionaler wie aus ästhetischer Hinsicht nicht hingenommen werden.

Daher gibt es verschiedenste Verfahren, Zähne zu ersetzen. Kronen und Brücken sind fest eingesetzte Zahnersatzarten, größerer Zahnersatz ist dagegen meist herausnehmbar, damit er vernünftig gereinigt werden kann.

Gerade in fortgeschrittenem Alter sollten Sie auf Zähne und ein attraktives Äußeres nicht verzichten. Einerseits bleibt Ernährung ein wesentlicher Teil des Lebens, der ohne ein funktionstüchtiges Gebiss nicht einfach nur schwieriger wird, sondern auch zu erheblichen Einbußen an Lebensqualität führt. Andererseits führt gerade die ästhetische Frage oft zu starker Vereinsamung, wenn man sich kaum traut, die Wohnung zu verlassen.

Komposit Restaurationen

Zahnsubstanz, die durch Karies und andere Faktoren verloren gegangen ist, muß vom Zahnarzt durch geeignete Füllungsmaterialien ersetzt werden.

Komposite sind Verbund-Werkstoffe. Der Hauptanteil besteht aus kleinsten Keramik-, Glas- und Quarzpartikeln, während Kunststoffanteil, welcher die Formbarkeit ausmacht, nur noch etwa 20% ausmacht. Hochwertige Komposite stehen in naturidentischen Farbabstufungen und Transparenzen zur Verfügung. So kann die Schichtung des Zahnes mit den entsprechenden Massen naturgetreu rekonstruiert werden. Komposit-Füllungen sind besonders geeignet für den sichtbaren Bereich, die Frontzähne und für kleine bis mittelgroße Defekte an den Seitenzähnen. Die Größe der Versorgung richtet sich nach dem vorhandenen Defekt und nicht nach der Versorgung. Die Versorgung eines Zahnes mit einer Komposit-Füllung ist deshalb eine sehr schonende Art der Kariestherapie, weswegen wir diese im Rahmen der Indikationsstellung bevorzugen.

Zu beachten ist, daß hochwertige Füllungen nur zum Teil von der gesetzlichen Krankenkasse bezuschußt werden.

Amalgam als das Standardfüllungsmaterial der gesetzlichen Krankenkassen im Seitenzahnbereich wird von uns nicht mehr verwendet.

Inlays

Bei den Inlays handelt es sich um die kleinste Form der hochwertigen Restauration mit Metallen oder Keramiken.

Wenn Defekte zu groß für eine Komposit-Fülllung wird, der Zahn in seiner Substanz aber noch weitgehend erhalten ist, stellt das Inlay die Versorgung der Wahl dar.

Inlays, bzw die von uns präferierten Keramikinlays kommen zum Einsatz, wenn es um eine dauerhafte, substanzschonende Restaurationen der Seitenzähne und hier speziell der Kauflächen geht. Durch die hervorragenden Materialeigenschaften der von unserem Labor verwendeten Keramik e.max in Verbindung mit der Technik der dentinadhäsiven Befestigung sind die Restaurationen auch bei hauchdünner Verarbeitung langlebig und stabilisieren geschwächte Zähne sogar.

Teilkronen

Falls der Defekt am Zahn größer wird, der Defekt aber noch keine komplette Überkronung nötigt macht, kommen Teilkronen zu Einsatz, Dabei wird nicht nur die Kaufläche rekonstruiert, sondern auch auch Außenwände des Zahnes werden durch die Teilkrone ersetzt. Die Übergänge zwischen Voll- und Teilkronen sowie Inlays sind fließend.

Teilkronen können aus Keramik oder aus Goldlegierungen hergestellt werden und haben sich über Jahrzehnte bewährt.

Der Behandlungsaufwand für Zahnarzt und Zahntechniker und damit der Preis für Keramikteilkronen ist höher als für Goldteilkronen. Dafür passen sich Keramikteilkronen optisch besonders gut der vorhandenen Zahnsubstanz und den Nachbarzähnen an.

Kronen

Mit einer Krone können stark substanzgeschädigte Zähne wiederhergestellt werden. Sie werden wie eine schützende Hülse über den behandelten und präparierten Zahn gestülpt, so dass der Zahn seine natürliche Form und Stabilität zurückbekommt.

Die Metall-Keramikkrone gilt heute als Standardlösung. Sie besteht aus einem Metallgerüst, das mit Keramik zahnfarben verblendet wird, weswegen man von einer Verblendkrone redet. Der Metallkern verleiht der Krone eine hohe Stabilität, ist jedoch nicht trasparent, weswegen sie sich speziell im Frontzahnbereich optisch von den natürlichen Nachbarzähnen abheben kann. Zudem kann es an den Ränder zu einer tendenziell dunkleren Farbe kommen, weswegeb das Ergebnis aus kosmetische Sicht nicht so perfekt ist wie bei Vollkeramik.

Eine Vollkeramikkrone ist metallfrei und biokompatibel. Aus ästhetischer Hinsicht ist sie unübertroffen. Eine Vollkeramikkrone ist allerdings zeitaufwendig, sie zählt zu den Spitzenleistungen der modernen Zahnheilkunde und Zahntechnik und somit auch

Doch Krone ist nicht gleich Krone. Wie bei nahezu jeder restaurativen Versorgung stehen dem Patienten mehrere Varianten zur Wahl, die sich in Material und Verarbeitungstechnik unterscheiden. Metallkeramikkronen – auch Verblendkronen genannt – gelten heute als Standardversorgung. Vollkeramikkronen und so genannte Galvanokronen sind hochwertige Alternativen.

Brücken

Eine Brücke dient zum Aufbau einer unterbrochenen Zahnreihe. Durch sie werden Lücken geschlossen. Sie überspannt diese Lücke wie eine architektonische Brücke einen Fluss oder eine Straße überbrückt. Vorhandene Zähne können sich so nicht mehr verschieben und die Zahnreihe wird stabilisiert. Die Zahnbrücke, mit ihren Brückenzwischengliedern, ist über festsitzende Kronen an benachbarten Pfeilerzähnen fixiert. Diese Pfeilerzähne werden wie bei einer Kronen beschliffen.

Genau wie bei den Kronen gibt es hier auch unterschiedliche Ausführungsarten. Angefangen von den metallischen Brücken über metallgestützte Brücken bis zu vollkeramischen Brücken ist alles möglich analog den vollkeramischen Kronen.

Sind bei einem Patienten zu wenige Zähne für einen festsitzenden Zahnersatz vorhanden, so kann man die Anzahl dieser in vielen Fällen mittels Implantaten erhöhen und wieder feste Zähne ermöglichen.

Hochwertig gearbeitete Teil- und Vollprothesen haben mit den typischen herausnehmbaren „Dritten“ nicht mehr viel gemeinsam. Perfekt angepasst berücksichtigen sie die natürlichen Bewegungen des Kauapparates genauso wie die Lautbildung beim Sprechen. Sie vermitteln soviel Tragekomfort, dass der Biss in den Apfel kein Problem ist, und wirken bei individueller ästhetischer Gestaltung so natürlich, dass niemand den Unterschied zu echten Zähnen bemerkt. Dort wo festsitzender Zahnersatz nicht möglich oder erwünscht ist, stellen die modernen Prothesensysteme somit eine hochwertige Alternative dar.

Teilprothese

Mit Hilfe einer Teilprothese können kleinere größere oder auch mehrere Zahnlücken in einem Kiefer geschlossen werden.

Bei der Modellgussprothese ist die Standardversorgung der Krankenkasse. Dabei wird der Prothesensattel aus einer Metall-Legierung gegossen. Die Verankerung im Mund bzw. an den Zähnen erfolgt über Metallklammern, die sich wie Bügel um die natürlichen Zähne legen. Die Prothese kann dadurch beim Reden oder Lachen auffallen. Als Vorteil wird jedoch das einfache Handling beim Einsetzen und Herausnehmen empfunden.

Geschiebe, Stege oder Riegel sind aufwändige zweiteilige Verbindungssysteme, die eine unsichtbare Verankerung der Teilprothese ermöglichen. Die tragenden eigenen Zähne werden dazu überkront. Ein Teil des Verbindungssystems wird in die Kronen eingearbeitet, das andere in die Prothese. Beim Einsetzen des Zahnersatzes rastet die Verbindung ein. Die Prothese gliedert sich nahtlos an die Kronen an. Der Zahnersatz hat dadurch einen sehr festen Sitz und fällt im Mund nicht auf.

Teleskopprothese

Die Teleskopprothese ist ein sehr hochwertiger Zahnersatz. Sie ist leicht einsetz- und herausnehmbar, verschleißfrei und im Mund unauffällig. Beim Lachen oder Reden deutet nichts auf den Zahnersatz hin. Die Befestigung an den eigenen Zähnen beruht auf einem Doppelkronenprinzip, das sich aus einer Innen- und einer Außenkrone zusammensetzt. Die Innenkrone, ein feines Käppchen aus einer hochwertigen Edelmetalllegierung, wird fest auf den tragenden Zahn zementiert. Die Außenkrone wird in die Prothese eingearbeitet. Beim Einsetzen der Teilprothese wird die Außenkrone wie ein Teleskop auf die Innenkrone geschoben. Dabei bildet sich zwischen den Kronen ein feiner Speichelfilm, der zu einer stabilen Haftung der Prothese führt.

Vollprothese

Die Vollprothese kommt zum Einsatz, wenn alle Zähne fehlen. Sie besteht aus einer zahnfleischfarbenen Kunststoffbasis und den darin verankerten Ersatzzähnen. Die Kunststoffbasis umschließt den zahnlosen Kieferrand. Im Oberkiefer wird zusätzlich der Gaumen mit Kunststoff oder Metall überspannt. Der dabei entstehende Saugeffekt gibt dem Zahnersatz seinen Halt. Dringt Luft zwischen Kunststoffbasis und Kiefer, wird der Saugeffekt aufgehoben und die Prothese kann sich lösen. Deshalb ist es wichtig, dass die Vollprothese perfekt sitzt. Bildet sich der zahnlose Kieferrand im Laufe der Zeit zurück, muss die Prothese entsprechend angepasst werden.